Frieda und Fredy – Eine verbotene Liebe
Fürth, 1938: Frieda Waldmann ist evangelisch, Alfred „Fredy“ Davidsohn jüdisch. Sie lieben einander – trotz aller Verbote und entgegen den „Nürnberger Rassengesetzen“. Nach einer Denunziation wird Alfred inhaftiert; im Mai 1939 sieht Frieda ihn vor Gericht zum letzten Mal. Im Gefängnis fertigt Alfred heimlich technische Zeichnungen eines neuartigen Zigarettenautomaten zur Patentierung an – gedacht für Frieda als Absicherung und als letzter Liebesbeweis. 1942 wird er nach Auschwitz deportiert und ermordet. Auch seine gesamte Familie wird deportiert und getötet.
1956 wird Frieda, die nach dem Krieg in Fürth und Erlangen lebte, posthum mit Fredy verheiratet und als seine Erbin anerkannt.
In einer szenischen Lesung aus Briefen und Berichten, die Frieda dem Jüdischen Museum Franken schenkte, gehen Hannah Candolini und Matthäus Zaborszyk dieser außergewöhnlichen Liebesgeschichte nach. Die Texte wurden dramaturgisch von Udo Eidinger, Johannes Beissel und Jagoda Tomski bearbeitet.
Für die Lesung wurde eigens ein Musikstück von Michael Falter komponiert, das im Rahmen der Veranstaltung von der Cellistin Stefanie Waegner uraufgeführt wird.
Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Franken in Fürth (Königstr. 89)
Einlass: ab 18 Uhr (Taschenkontrolle)
Veranstaltungsbeginn: 19 Uhr
Eintritt: frei
barrierefrei
Jüdisches Museum Franken
Fürth Schnaittach Schwabach